Warum Pistazien gesund sind und dir beim Abnehmen helfen

pistazien sind gesund

Gleich vorweg, damit alle Zweifel ausgeräumt sind, die Pistazien sind Steinfrüchte und keine Nüsse. Jedenfalls sehen das die Botaniker so. Erdnüsse, Haselnüsse, Pistazien, ob Hülsenfrucht, Nuss oder Steinfrucht, ist uns letztendlich egal.

Wie gesund sind sie denn nun Pistazien?

Pistazien sind sehr gesund. Wirklich. Das sind quasi kleine, grüne Kraftprotze in geplatzten Schalen. Nasche ein bis zwei Hände voll ungesalzener Pistazien während eines Fußballspieles oder Krimis.

Das ist lecker, gesund, macht satt und wenn du dir mal die Nährwerte anschaust, wirst du jedes Mal ein Glücksgefühl bekommen. Denn gesünder als Chips und Erdnussflips war´s ganz bestimmt.

Verständlich, du willst bestimmt ein paar Zahlen, Fakten und Vergleiche. 50-30-170, das sind die Durchschnittszahlen von Pistazien. 50 Pistazien (ohne Schale), wiegen so um die 30 g und haben einen Nährwert von 170 kcal.

Der hohe Nährwert resultiert aus den gesättigten, ungesättigten und einfach ungesättigten Fettsäuren. Um es kurz zu machen, viele gesunde Fettsäuren sind drin. Diese 30 g beinhalten aber noch andere Schmankerl für die Gesundheit.

Überblick über die Inhaltsstoffe von Pistazien:

  • insgesamt befinden sich 30 wertvolle Mineralien, Spurenelemente, Vitamine in der Pistazie
  • Pistazien haben mit 10% einen hohen Ballaststoffgehalt
  • Mineralstoffe in nennenswerten Mengen: Magnesium, Kalium, Phosphor
  • Vitamine in nennenswerten Mengen: A-Carotinoide, Vitamin-B1, -B6 und -E
  • Spurenelemente in nennenswerten Mengen: Kupfer, Mangan, Eisen
  • wertvolle Fette: u.a. Linolsäure und einen hohen Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren
  • Proteine: ca. 20%

Wenn du an den genauen Gramm- und Mikrogramm-Angaben der einzelnen Nährstoffe interessiert bist, so kannst du sie in jedem Nährwertrechner nachlesen.

Schützende Wirkung vor Krankheiten

Schale mit Pistazien

Die gute Portion Gamma-Tocopherol, eine Form des Vitamin E, ist ein hervorragendes Antioxidans (Radikalenfänger, Schutz vor Krebs). In der Deutsche Lungenstiftung Hannover, sprach man vorsichtig von einem möglichen Schutz vor Lungenkrebs, sowie einigen anderen Krebsarten, bei einem regelmäßigen Verzehr.

Die Spurenelemente helfen beim Aufbau von Enzymen und bei ihrer Arbeit. Vor allem im Bereich des Stoffwechsels und dem Aufbau des Bindegewebes.

Vitamine der B-Gruppe sorgen für gute Nerven. Gerade Vitamin B1 und B6 gelten auch als Sportlervitamine.

Die Zusammenstellung der Fettsäuren, wirkt regulierend auf die Blutfettwerte, erhöht das gute Cholesterin (LDL) und senkt das HDL und die Triglyceride im Blut. Das beugt in erster Linie Herzerkrankungen vor.

Auch an den Farben erkennt man heilende Substanzen. Die Färbung sagt etwas über die Inhaltsstoffe der Pistazien aus. Die wertvollen Antioxidantien sind Beta-Carotin (gelb, orange), Lutein und Zeaxanthin (gelb, grün), Chlorophyll (grün), Anthocyane (purpurrot) und Polyphenole (gelb, weiß). Man sagt, je grüner desto besser.

Pistazien machen aber dick, oder?

Pistazien enthalten Fett, aber noch nie hörte ich von jemanden, der aufgrund seines Pistazien-, oder vergleichbar, Nusskonsums fett geworden wäre. Pistazien haben 50 % Fettanteil. Jedes Gramm Fett schlägt mit 9 Kalorien ein, das ist Fakt. Sollte uns aber nicht weiter beunruhigen.

Langsam satt mit Pistazien

Bei Pistazien wirken wertvolle einfach- und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, gemischt mit vielen Ballaststoffen und einem hohen Eiweiß-Anteil zusammen. Das bedeutet, sie machen satt. Es ist somit recht unwahrscheinlich, dass du dich an Pistazien fett isst.

Abnehmen mit Pistazien, eine Möglichkeit?

Diät mit Pistazien

Nicht dass jetzt jemand, der ernsthaft abnehmen möchte, denkt, er müsse nur täglich eine Handvoll Pistazien essen und schon purzeln die Pfunde. Ganz so einfach ist das dann doch nicht.

Studie aus den USA: Man hat zwei Gruppen mit abnehmwilligen Personen auf 500 Kalorien weniger pro Tag gesetzt. Innerhalb dieses Kalorien-Rahmens bekam eine Gruppe täglich 75 Pistazien, die andere 57 g Brezel. Beides mit der gleichen Anzahl an Kalorien, klar.

Das erwartete Wunder: Die Pistaziengruppe nahm schneller ab. Klingt vielversprechend und schließlich gibt es überhaupt keinen Grund, diese leckeren Kerne vom Speiseplan zu verbannen.
Pistazien können also Abnehmbemühungen durchaus unterstützend begleiten.

Hier noch einmal die positiven Eigenschaften der Pistazien-Diät, wenn es ums Abnehmen geht:

1. Mangan

  • Mangan ist am Kohlenhydrat-Stoffwechsel beteiligt, sowie am Aufbau und der Regeneration von Knochen. Eine fantastische Eigenschaft, schließlich ist es zu begrüßen, wenn mit der Aufnahme von Nahrung etwas Sinnvolleres angestellt wird, als Fettpolster anzulegen.

2. Kupfer

  • Kupfer ist ebenfalls am Stoffwechsel beteiligt. Es sorgt dafür, dass die aufgenommene Nahrung sinnvoll für die Qualität des Bindegewebes und nicht so sehr für die Quantität des Fettgewebes, eingesetzt wird.

3. Kalium

  • Kalium ist ein Elektrolyt. Damit wird das benötigte Säure-Basen Gleichgewicht im Körper aufrecht erhalten. Kalium hilft beim Aufbau körpereigener Proteine aus Kohlenhydrate und ist somit indirekt am Muskelaufbau beteiligt.

    Muskeln statt Fett, klingt doch gut soweit. Ebenso helfen die Vitamine B1 und B6 beim Energie- und Fettstoffwechsel mit.

4. Ballaststoffe

  • Ein hoher Anteil an Ballaststoffen hilft bei der Darmpflege, wirkt appetitzügelnd und verlangsamt die Aufnahme von Kohlenhydraten. Dadurch wirkt es regulierend auf den Blutzuckerspiegel.

5. Sättigung

  • Hoher Sättigungsgrad durch die Mischung von ungesättigten Fettsäuren, Proteinen und Ballaststoffen.

6. Langsam essen

  • Weniger Konsum durch die natürliche "Schalenessbremse". In der Tat wollen Forscher herausgefunden haben, dass allein schon durch das Anhäufen der leeren Schalen auf dem Tisch relativ früh eine Esshemmung in uns aktiviert wird.

    Hinzu kommt noch das langsamere Essen durch das Herauspulen aus den Schalen, als Chance für eine rechtzeitige Sattmeldung.

Wo kaufe ich die Pistazien am besten?

Richtig, bliebe noch die Sache mit der Qualität und den Bezugsquellen. Während es geröstete und gesalzenen, sowie geröstete und ungesalzene Pistazien inzwischen bei jedem Discounter gibt, ist es ein wenig schwieriger, ungeröstete Naturpistazien zu finden. Den meisten wird die geröstete Variante besser schmecken.

Doch ungeröstet sind Pistazien für eine Weiterverarbeitung in der Küche ein Hit, zum Beispiel für eine Lammkruste, selber frisch geröstet als Salattopping oder als Selfmade Pistazieneis. Zudem braucht man nicht zu befürchten, dass bei eine zu heißen Röstvorgang die meisten Nährstoffe zerstört wurden.

Pistazien-Arten, gute Qualität, gute Lagerung

Die besten Pistazien sind gerade gut genug. Während die einen auf kalifornische Pistazien stehen, schlagen andere Herzen nur für die originalen, iranischen oder doch lieber für die türkischen Pistazien? Anspruchsvolle Pistazien-Snobs mögen vielleicht nur jene aus Sizilien, aus Bronte. Die harzigen, die ganz pur am besten schmecken, kurz, die besten Pistazien der Welt.

Durch den hohen Fettgehalt werden Pistazien schnell ranzig. Lagern sie zu feucht, werden sie anfällig für Schimmelbildung. Bei der Lagerung also darauf achten, dass sie kühl und trocken liegen.

Fazit

Pistazien enthalten jede Menge gesunde Nährstoffe, ob nun zum Abnehmen oder zum Muskelaufbau, integriere diese Nüsse in deine Ernährung. Sie fördern deine Gesundheit und sind zudem lecker.

Katharina

Katharina

Gesundheit steht für mich an oberster Stelle. So absolvierte ich eine Ausbildung als Ernährungsberaterin sowie eine Ausbildung als Heilpraktikerin, mit den Schwerpunkten Gewichtsreduktion und Pflanzenheilkunde. Für ein gesundes Leben muss man sich die Zeit nehmen, weshalb ich in den letzten Jahren noch stärker auf meine Work-Life Balance achte.

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